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Der Ablauf einer Statistik

Bedarfsermittlung und Gesetzgebung

Eine amtliche Statistik kann ausschließlich nur dann durchgeführt werden, wenn dies in einem Gesetz – meist einem Bundesgesetz oder einer Verordnung der EU – angeordnet ist.
Der Verabschiedung eines Gesetzes (z.B. "Gesetz über die Statistik im Produzierenden Gewerbe") gehen intensive Untersuchungen über den Bedarf an den zu erhebenden Daten, die genaue Festlegung der zu erfragenden Merkmale, des Berichtskreises, der Periodizität u.a. sowie eine entsprechende Diskussion des Vorhabens im Kreis der Betroffenen und ihrer Verbände voraus. Ein gewichtiges Wort kommt hierbei dem Statistischen Beirat zu, einem Gremium, dem neben Vertretern der Statistischen Ämter Vertreter der Wirtschaft, der Gewerkschaften, der Wissenschaft, der kommunalen Spitzenverbände, des Datenschutzes u.a. angehören.

Erhebung von Daten

In traditioneller Form werden Statistiken mittels Erhebungsbögen durchgeführt, die vom Statistischen Landesamt verschickt und von den Auskunftgebenden ausgefüllt zurückgesandt werden. Andere Erhebungen stützen sich auf die Arbeit von Interviewern oder Erhebungsbeauftragten, wobei die Antworten z.T. gleich in einen tragbaren Computer eingegeben werden können. In wieder anderen Erhebungen werden maschinenlesbare Datenträger wie Disketten zur Informationsübermittlung genutzt. Verstärkt wird daran gearbeitet, Daten online per E-Mail oder Internet – natürlich verschlüsselt – zum Statistischen Landesamt zu übertragen. In zunehmendem Maße werden auch Verwaltungsregister zur Erhebung von Daten herangezogen.

Prüfung und Auswertung

In den Statistischen Landesämtern werden die Antworten auf Vollzähligkeit und Vollständigkeit überprüft. Die Auswertung erfolgt in der Regel maschinell auf Großrechneranlagen oder Personalcomputern nach für alle Bundesländer einheitlichen und arbeitsteilig erstellten Datenverarbeitungsprogrammen. Diese prüfen die Daten zunächst auf Plausibilität, indem z.B. die Einhaltung gewisser Größenrelationen untereinander geprüft wird. Festgestellte Unplausibilitäten werden angezeigt und nach Klärung des Sachverhaltes korrigiert. Erst das bereinigte Datenmaterial dient als Ausgangspunkt für die Berechnung der statistischen Ergebnisse.

Datenschutz und statistische Geheimhaltung

Statistische Ergebnisse sind stets Zusammenfassungen der Ausgangsdaten, sowohl in territorialer Hinsicht (z.B. Gemeinden, Kreise, Land) als auch in sachlicher Hinsicht (z.B. Altersgruppen, Wirtschaftszweige, Betriebsgrößenklassen). Die Einzeldaten verbleiben im abgeschotteten Bereich des Statistischen Landesamtes. Nur die zusammengefassten Ergebnisse, die keinen Rückschluss auf Einzelangaben ermöglichen, gelangen an die Öffentlichkeit.

Veröffentlichung

Sie werden in gedruckter Form, auf Diskette oder CD-ROM, im Internet oder als Inhalt einer modernen statistischen Datenbank veröffentlicht bzw. werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

© Thüringer Landesamt für Statistik, Europaplatz 3, 99091 Erfurt – Postfach 90 01 63, 99104 Erfurt