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Definitionen und Erläuterungen

Gliederung nach Sachgebieten

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Dieser Katalog mit Erläuterungen von Begriffen, die in der amtlichen Statistik verwendet werden, wird ständig weiter vervollständigt und verbessert.
Einzelne Begriffe können je nach Sachgebiet inhaltlich unterschiedliche Bedeutungen annehmen.

Auswahl des Sachgebietes   

BegriffSachgebietErläuterung
ArbeiterEnergie- und Wasserversorgung
Als Arbeiter werden alle Lohnempfänger bezeichnet. Dazu zählen auch die gewerblich Auszubildenden.
AustauschsaldoEnergie- und Wasserversorgung
ist die Differenz zwischen Bezügen und Lieferungen elektrischer Energie/Strom über die Bundesland-Grenzen.
BeschäftigteEnergie- und Wasserversorgung
Zu den Beschäftigten zählen alle tätigen Personen, die am Ende des Monats oder Berichtszeitraumes bzw. zu einem bestimmten Stichtag in einem arbeitsrechtlichen Verhältnis zum Betrieb bzw. Unternehmen stehen. Des Weiteren gehören dazu tätige Inhaber und Mitinhaber, kaufmännisch, technisch und gewerblich Auszubildende sowie unbezahlt mithelfende Familienangehörige, soweit sie mindestens ein Drittel der üblichen Arbeitszeit bzw. mindestens 55 Stunden im Monat im Betrieb bzw. Unternehmen tätig sind.
BetriebeEnergie- und Wasserversorgung
Betriebe stellen örtliche Einheiten dar. Ein Betrieb ist ein an einem Standort gelegenes Unternehmen oder eine örtlich getrennte Niederlassung einschließlich der zugehörigen und in der Nähe liegenden Verwaltungs-, Reparatur-, Montage- und Hilfsbetriebe sowie der nicht zum Bereich Energie- und Wasserversorgung gehörenden Betriebsteile (z. B. Baugewerbe, Verkehr, Abwasserbeseitigung).
CO2-BilanzEnergie- und Wasserversorgung
Basierend auf der Energiebilanz erfolgt die Berechnung der energiebedingten Kohlendioxid-(CO2-)Emissionen. Hierfür wird der Verbrauch von fossilen kohlenstoffhaltigen Energieträgern mit brennstoffspezifischen Emissionsfaktoren belastet. Diese Faktoren werden vom Umweltbundesamt einheitlich zur Verfügung gestellt.
CO2-EmissionenEnergie- und Wasserversorgung
Die CO2-Emmisionen spiegeln den Kohlendioxid-Ausstoß wider, der durch den Verbrauch von ausschließlich fossilen Energieträgern wie Kohle, Gas, Mineralöl und deren kohlenstoffhaltigen Produkten entsteht. Keine Berücksichtigung finden erneuerbare Energieträger. Ihre Nutzung ist in Deutschland nicht als Ursache für den anthropogenen Treibhauseffekt zu betrachten.
CO2-QuellenbilanzEnergie- und Wasserversorgung
In der Quellenbilanz werden die Emissionen dort ausgewiesen, wo sie tatsächlich anfallen. Dies bedeutet, dass Emissionen, die z. B. bei der Stromerzeugung entstehen, im Umwandlungsbereich und nicht im Endverbrauch erscheinen. Emissionen aus der Erzeugung des für den Import bestimmten Stromes werden nicht berücksichtigt.
CO2-VerursacherbilanzEnergie- und Wasserversorgung
Die Verursacherbilanz betrachtet die Emissionen aus der Sicht des Endverbrauchers. Das heißt, die im Umwandlungsbereich bei der Erzeugung von Strom und Fernwärme entstandenen Emissionen werden auf die Sektoren des Endverbrauches umgelegt. Für die Stromimporte wird dabei ein bundeseinheitlicher Faktor herangezogen.
ElektrizitätserzeugungEnergie- und Wasserversorgung
Elektrizitätserzeugung ist die in einer bestimmten Zeitspanne erzeugte elektrische Arbeit (Maßeinheit: kWh). Als Bruttostromerzeugung wird die an den Generatorklemmen gemessene elektrische Arbeit bezeichnet; nach Abzug des Kraftwerkseigenverbrauchs ergibt sich die Nettostromerzeugung.
Der Eigenverbrauch eines Kraftwerkes umfasst die elektrische Arbeit, die die Neben- und Hilfsanlagen eines Kraftwerkes zum Betrieb selbst benötigen.
EndenergieverbrauchEnergie- und Wasserversorgung
Der Endenergieverbrauch gibt Auskunft über die Verwendung der Energieträger in bestimmten Verbrauchergruppen, soweit sie unmittelbar der Erzeugung von Nutzenergie dienen.
Energie- und WasserversorgungEnergie- und Wasserversorgung
Die Erhebungen erstrecken sich auf sämtliche Unternehmen und Betriebe der Elektrizitäts- und Gasversorgung sowie der Fernwärme- und Wasserversorgung, die in Thüringen Arbeitskräfte beschäftigen. Die Angaben zu den Beschäftigten, den geleisteten Arbeiterstunden sowie Lohn und Gehalt sind nach dem wirtschaftlichen Schwerpunkt des Betriebes/Unternehmens dargestellt.
EnergiebilanzEnergie- und Wasserversorgung
In der Energiebilanz werden das Aufkommen, die Umwandlung und die Verwendung von Energie-trägern in der Volkswirtschaft oder in einem Wirtschaftsraum für einen bestimmten Zeitraum möglichst lückenlos und detailliert nachgewiesen. Die Energiebilanz ist horizontal in Primär- und Sekundärenergieträger sowie in die aus diesen Energieträgern erzeugten nichtenergetischen Produkte gegliedert. In der vertikalen Gliederung werden Energieaufkommen, Energieumwandlung und Endenergieverbrauch dargestellt. Jede einzelne Spalte gibt damit für den jeweiligen Energieträger den Nachweis über dessen Aufkommen und die Verwendung wieder. Die Felder des Bilanztableaus, in denen methodisch oder physikalisch keine sinnvollen Aussagen möglich sind oder auch für das Land keine Datenbasis besteht, sind als Kennzeichen einer Nichtbelegung grau schraffiert. Die Energiebilanz umfasst drei Hauptteile:
- die PRIMÄRENERGIEBILANZ
- die UMWANDLUNGSBILANZ und
- den ENDENERGIEVERBRAUCH.
EnergieträgerEnergie- und Wasserversorgung
Unter Energieträgern versteht man alle Quellen, aus denen direkt oder durch Umwandlung Energie gewonnen wird. Dabei bedeutet Umwandlung die Änderung der chemischen und/oder physikalischen Struktur von Energieträgern. Als Umwandlungsprodukte fallen sogenannte Sekundärenergieträger und nichtenergetisch verwendete Produkte an.
EntgelteEnergie- und Wasserversorgung
Entgelte sind die Summe der Bruttobezüge ( Bar- und Sachbezüge ) ohne jeden Abzug. Diese Beträge verstehen sich einschließlich Arbeitnehmeranteile, jedoch ohne Arbeitgeberanteile zur Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Den Entgelten sind auch die Bezüge von Gesellschaftern, Vorstandsmitgliedern und anderen leitenden Kräften zuzurechnen, soweit sie steuerlich als Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit anzusehen sind sowie Entgelte für regelmäßig zeitweise Beschäftigte.
ErdgasabgabeEnergie- und Wasserversorgung
Die Erdgasabgabe enthält die gesamte Erdgasdarbietung aus inländischer Gewinnung, den Bezug über die Landesgrenze, den Eigen- und Betriebsverbrauch, die Bestandsveränderungen sowie die Erdgasabgabe der Gasversorgungsunternehmen an die verschiedenen Abnehmergruppen. Zu den Gasversorgungsunternehmen zählen dabei Orts- und Ferngasunternehmen sowie Erdgasproduzenten, soweit diese an Endverbraucher liefern.
GasverbrauchEnergie- und Wasserversorgung
Verbrauch von Erdgas und bis 1993 auch von Orts- und Kokereigas (Ferngas). Hierbei handelt es sich um die Bezüge von Gasversorgungsunternehmen. Nicht berücksichtigt sind Generatorgas, Methangas, Flüssiggas, Raffineriegas, Gichtgas und alle übrigen Gase, sofern diese selbst erzeugt oder in unveränderter Form bezogen werden.
Geleistete ArbeitsstundenEnergie- und Wasserversorgung
In der Energie- und Wasserversorgung werden die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden aller Entgeltempfänger erfasst. Einzubeziehen sind auch geleistete Über-, Nacht-, Sonntags- und Feiertagsstunden. Nicht einzubeziehen sind Arbeitsstunden für Montage- und Reparaturarbeiten von Beauftragten anderer Betriebe.
HeizölverbrauchEnergie- und Wasserversorgung
Alle Heizöle, die zur Erzeugung von Wärme (auch zur Erzeugung von Dampf, Heißluft usw.) sowie als Rohstoffe für die Produktion verwendet werden, gleichgültig, ob aus Erdöl oder aus Rohteer hergestellt.
InvestitionenEnergie- und Wasserversorgung
Als Investitionen gelten die im Geschäftsjahr aktivierten Bruttozugänge an Sachanlagen sowie der Wert der im Geschäftsjahr neu gemieteten und gepachteten neuen Sachanlagen. Hier dargestellt werden die Bruttozugänge an Sachanlagen, z. B. Grundstücke mit und ohne (eigene) Bauten, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.
KläranlagenEnergie- und Wasserversorgung
Technische Anlagen zur Reinigung von Abwasser
KlärgasEnergie- und Wasserversorgung
Klärgas ist ein durch die Vergärung von Klärschlamm entstandenes, gasförmiges Produkt. Erfasst wird die Rohgasgewinnung in Kubikmeter. Aus dem durchschnittlichen Methan (CH4)-gehalt des Rohgases wird auf Ebene der Anlage die Klärgasgewinnung in Gigajoule berechnet.
KohleverbrauchEnergie- und Wasserversorgung
Der Kohleverbrauch umfasst den Verbrauch für Produktion (auch als Rohstoff), Heizung, Strom-, Gas- und Dampferzeugung usw., jedoch ohne Einsatzkohle für Brikett- und Koksherstellung.
NettowärmeerzeugungEnergie- und Wasserversorgung
Die Nettowärmeerzeugung ist die von einem Heizkraftwerk an ein Netz oder einen Produktionsprozess abgegebene und gemessene Wärme.
PrimärenergiebilanzEnergie- und Wasserversorgung
Die Primärenergiebilanz ist eine Bilanz der Energiedarbietung der ersten Stufe. In ihr werden sowohl Primär- als auch Sekundärenergieträger nach folgendem Schema erfasst:
- Gewinnung von Primärenergieträgern in Thüringen
- Handel mit Energieträgern über die Landesgrenzen - soweit Daten vorhanden - unterteilt nach Bezügen und Lieferungen und
- Bestandsänderungen - soweit Daten vorhanden - unterteilt nach Bestandsentnahme und Bestandsaufstockungen.
PrimärenergieverbrauchEnergie- und Wasserversorgung
Der Primärenergieverbrauch ergibt sich von der Entstehungsseite als Summe aus der Gewinnung in Thüringen, den Bestandsveränderungen sowie dem Saldo aus Bezügen und Lieferungen und umfasst die für die Umwandlung und den Endverbrauch im Land benötigte Energie. Er enthält - bezogen auf die Energieträgerarten - sowohl Primärenergieträger aus eigener Gewinnung als auch Primär- und Sekundärenergieträger aus Bezügen und Beständen. Für Sekundärenergieträger, für die die Ausfuhr in andere (Bundes-)Länder größer als die Einfuhr ist, kann der "primäre Verbrauch" auch einen negativen Wert annehmen.
PumpstromverbrauchEnergie- und Wasserversorgung
Der Pumpstromverbrauch ist die elektrische Arbeit, die in einem spitzenlastbetriebenen Pumpspeicher-Wasserkraftwerk zur Förderung des Speicherwassers aus dem Unterbecken in das Oberbecken verbraucht wird, einschließlich des Eigenverbrauchs beim Pumpbetrieb.
StromeinspeisungEnergie- und Wasserversorgung
Stromeinspeisung ist die Elektrizitätsabgabe von Stromerzeugungsanlagen ausserhalb der allgemeinen Versorgung - vor allem von Stromerzeugungsanlagen mit regenerativem Energieträgereinsatz und Industriekraftwerken von Betrieben und Unternehmen des Bergbaus und Verarbeitenden Gewerbes - an das allgemeine Versorgungsnetz.
StromexportEnergie- und Wasserversorgung
Ausfuhr von Strom über die Staatsgrenze
StromimportEnergie- und Wasserversorgung
Einfuhr von Strom über die Staatsgrenze
StromverbrauchEnergie- und Wasserversorgung
Stromverbrauch aus dem allgemeinen Versorgungsnetz ist die elektrische Arbeit, die zur Deckung der Anforderungen der Verbraucher und der Arbeitsverluste in den Netzen benötigt wird. Er ergibt sich durch Summierung der Netto-Stromerzeugung in den Kraftwerken der Elektrizitätsversorgungsunternehmen mit der Stromeinspeisung und dem Saldo des Stromaustausches über die Landesgrenzen vermindert um den Pumpstromverbrauch.
UmsatzEnergie- und Wasserversorgung
Als Umsatz gilt, unabhängig vom Zahlungseingang, der Gesamtbetrag, (ohne Umsatzsteuer, ohne Stromsteuer, ohne Erdgassteuer, jedoch einschließlich der Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz) der abgerechneten Lieferungen und Leistungen an Dritte.
UmwandlungsbilanzEnergie- und Wasserversorgung
In der Umwandlungsbilanz werden der Einsatz und der Ausstoß der verschiedenen Umwandlungsprozesse sowie der Verbrauch und die Verluste bei der Umwandlung zusammengefasst.
UnternehmenEnergie- und Wasserversorgung
Ein Unternehmen ist die kleinste rechtlich selbständige Einheit, die aus handels- und/oder steuerrechtlichen Gründen Bücher führt und bilanziert, einschließlich ihrer Zweigniederlassungen und Betriebe sowie einschließlich der nicht zur Energie- und/oder Wasserversorgung gehörigen gewerblichen und nichtgewerblichen Unternehmensteile.
VerlusteEnergie- und Wasserversorgung
Hierbei handelt es sich um die Menge des gewonnenen Klärgases, welches nicht zur Wärmeerzeugung (z.B. für Faultürme und Betriebsanlagen) oder Stromerzeugung bzw. zur Abgabe an Dritte zur Verfügung steht. Sie beinhalten auch die abgefackelten Klärgasmengen.

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